ABLEHNUNG- Die Leere der Mitte oder die Chance auf Selbstentfaltung

Wann immer wir auf Ablehnung stoßen zieht es uns in der Mitte zusammen. Wir verlieren unsere Bodenhaftung und die Reaktionen können mitunter heftig ausfallen. Nur warum ist das Gefühl von Ablehnung so schlimm für uns und lässt uns völlig out-of-controll geraten?

Es hängt mit unsere Entstehung zusammen. Mit dem aufgenommen werden in den Schoß der Mutter. In weiterer Folge dann mit dem Ablösen von ihr. Ich behaupte jede Mutter hat einen Sekunde dabei oder vielleicht auch mehrere während einer Schwangerschaft, in der sie nicht sicher ist ob das sie das Kind in sich lieb haben kann. Mit dem neuen Weg/Leben dass es verursacht wirklich jetzt sich anfreunden kann. Ob sie der neuen Aufgabe – die ein Leben lang andauert – gewachsen ist. Je jünger eine Mutter ist, desto weniger ist sie in sich gereift und Gedanken in Richtung – ich will das jetzt noch nicht – sind stärker.

Unabsichtlich prägt dieser Gedanke das Kind und vermittelt ihm eine Form von Ablehnung. Wenn dieses Kind später dann die Mutter sagen hört: „Ach hätte ich nicht so früh ein Kind gehabt, dann wäre mein Leben anders verlaufen.“ od. „Meine Freiheit, Jugend war vorbei“. Das sind Gesprächsfetzen die beim Bilanzziehen im Leben einfach dazu gehören, aber das Kind nimmt es als erneute Ablehnung auf. Die Urmutter – unsere Mitte die Milzenergie wird erneut geschwächt. Die Selbstregulierungsfähigkeit und das in sich wohlfühlen damit auch.

Selbst als Mutter/Vater dann von den eigenen Kindern abgelehnt werden in der Loslösphase = Pubertät, oder die Erfahrung zu machen – „boah bin ich froh wenn die aus dem Haus sind“- können unschöne Trigger heraufrufen. Alles hat seine Berechtigung und je nachdem wie sehr die Milz Energie schon im Mutterleib geprägt wurde, fallen diese Reaktionen aus.

Wirst du dir allerdings bewusst, dass diese Gefühle in dir sind und lernst damit umzugehen, wirst du merken welche Chance in der Ablehnung steckt. Denn nur dadurch kann sich deine SELBSTENTFALTUNG entwickeln. Die Natur hat nicht umsonst die Hormone eingerichtet die uns veranlassen froh darüber zu werden, dass das Kind endlich wieder aus meinem Bauch heraus kommt und das sie endlich eigen- u. selbstständig werden. Diese Gefühle sind Überlebens wichtig und gut. Bei den Tieren in der Wildnis ist das völlig normal, dass die Jungtiere irgendwann allein gelassen werden und die Mutter sie „verstößt“ – erst dann paart sie sich erneut. Nur der Mensch hat mehrere „Jungtiere“ zu gleich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und überfordert sich selbst des Öfteren dadurch.

Jedes Mal wenn jemand zu dir zum Beispiel sagt: „Du nervst mich!“ „Du bist unmöglich in deinem Verhalten.“ „Benimm dich ordentlich“ „Nur weil du deinen Kopf durchsetzen musstest, ist …“ spür die Ablehnung in diesem kleinen Augenblick und versuche sie in eine positive Energie zu lenken. Werden die bewusst welche Chance sich dir gerade bietet – du wurdest darauf hingewiesen, dass du etwas verändern darfst und kannst. Du darfst dich neu entdecken. Du bekommst die Möglichkeit eine Wandlungsphase oder Wachstumsprozess zu starten. Oder du kannst beginnen zu vergeben und zur Dankbarkeit zu wechseln.

Alles steht in Verbindung zu einander und kann ohne dem anderen nicht reifen. Yin und Yang können nicht getrennt von einander existieren. Dieses Naturgesetz gilt überall.

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