Körperbewusstsein Mentoring

Beim Körperbewusstsein Mentoring geht es darum, dass du wieder ein Gefühl für deinen Körper bekommst. Das du erkennst, das Gedanken, Gefühle deinen Körper reagieren lassen. Auch die Einflüsse von außen, sei es das Wetter oder dein Umfeld, lassen deinen Körper antworten.

Warum ist es wichtig ein gutes Körperbewusstsein zu haben?

Zunächst einmal muss die Frage geklärt werden – was ist überhaupt Körperbewusstsein. Zum Körperbewusstsein zählen unsere Sinne, Gefühle, Gedanken, Körperwahrnehmung, das Wissen um unseren Körper und den Funktionsweisen, die bei jedem Menschen unterschiedlich aufeinander abgestimmt ist.

  • Es ist unsere Aufnahmefähigkeit der Umwelt – Verarbeitung von Gehörtem, Gesagtem, die Lautkulisse in unserem Umfeld, die Verhaltensweisen der Menschen, die um uns herum sind, zum Beispiel.
  • Es ist Reizleitung der Impulse (zB.: Wärme, Wind, Regen, Berührungen, Urinstinkte, …), die von außen auf uns einprasseln.
  • Es ist die Ausstrahlung von unseren Innenwelt nach außen.
  • Es ist Klarheit erlangen über unsere Lernaufgaben, die Sortiermaschine aller Potentiale, die in uns angelegt sind.
  • Es ist die Lernzentral vom ersten Augenblick an. Wir lernen zuerst mit dem Körper, erst dann erfasst es unser Gehirn und wird synaptisch verknüpft.
  • Es ist Barometer für unsere Gesundheit, egal ob präventiv oder regenerativ.

Um mit anderen Menschen, Dingen, Tieren und Pflanzen interagieren zu können brauchen wir das Körperbewusstsein. Eine Grundtendenz ist immer da, damit zumindest die „Lebensnotwendigen“ Wahrnehmungen immer laufen. Als Baby und kleines Kind haben wir ein viel höher ausgeprägtes Körperbewusstsein, weil wir der Sprache noch nicht so mächtig sind. Und wir gezwungen sind mit dem Körper zu sprechen. Alle Wahrnehmung läuft über den Körper in dieser Zeit. Mit dem Heranwachsen kommt dann die Sprache hinzu und der Mitteilungskanal verändert sich.

Wir verfallen dem Rad des Leistungsdruckes, der Be-Wertung, Be-Urteilung, der Erwartungen und des Stresses

Gerlinde Gierbl

Je mehr äußere Einflüsse – surfen im Internet, Handy, Radio, Zeitschriften, Status Themen, alte kollektive Überzeugungen (zB.: nur wer arbeitet bis zum Umfallen ist etwas wert, Frauen können nicht einparken, alle Männer sind unzuverlässig, zu einer Familie gehören nun mal Kinder, egal ob ich dafür bereit bin, …) auf uns einwirken, desto weniger hören, spüren und fühlen wir uns selbst. Wir handeln irgendwann sogar häufiger gegen unser Naturell, als dass wir mit ihm den Erfahrungsweg gehen. Es gibt natürlich auch pränatale, epigenetische Gegebenheiten, Schocks und Traumata rund um die Geburt und die ersten 3 Lebensjahr, die unser Körperbewusstsein hier schon schwächen. Aber der Großteil von uns verliert es aus eigenem zutun. Wir verfallen dem Rad des Leistungsdruckes, der Bewertung, der Beurteilung, der Erwartungen und des Stresses.

Körper, Geist und Seele geraten aus dem Gleichgewicht und die verschiedensten Symptome entwickeln sich. Zu Beginn sind sie noch sehr klein und kaum spürbar, doch über die Jahre hinweg werden sie zu richtigen Felsbrocken, die uns einengen. Das Spektrum kann von kleine Gemütsverstimmungen bis zu heftigen Depressionen gehen. Von ein bisschen Kopfweh hin zu Migräne, Hirninfarkt, Gehirnblutung. Es kann mit kleinen Herzrhythmusstörungen, leichtem Bluthochdruck beginnen und bis zum Herzinfarkt gehen. Ein unruhiger Geist, der uns nachts quält, kann zu einer kompletten Sinnkrise führen, die im blödesten Fall mit Süchten kompensiert wird. Die Frage nach dem WARUM oder was ist meine Aufgabe hier im Leben, lässt uns vielleicht gänzlich unüberlegte Entscheidungen treffen.

Wenn wir uns unseres Körpers nicht mehr bewusst sind, dann verlieren wir auch Selbstvertrauen, Selbstwert und Wertschätzung uns selbst gegenüber. Wir fühlen es nicht mehr in uns. Wir können die Gedanken, Resonanz Felder, die Erlebnisse, die uns im Leben widerfahren nicht mehr reflektieren. Die Selbstregulierung wird ausgeschalten und das emotionale Zentrum in uns reagiert nicht situationsgerecht. Wir können den Sinn unseres Daseins nicht erkennen.

Ein gut ausgeprägtes Körperbewusstsein fördert die Selbstwahrnehmung. Wir wissen, wie und warum wir in den verschiedensten Situationen reagieren. Wenn Trigger auf uns zu kommen, können wir die Forschungsreise zur Lernerfahrung antreten. Wir gewinnen Erkenntnis aus dem Erlebten und verändern aktiv unsere Geschichte. Wir sind ständig darauf bedacht präventiv unseren Körper fit zu halten. Alles dafür zu tun, um gesund in allen Ebenen zu bleiben. Wir wissen um den Sinn in unserem Leben, bzw. was uns erfüllt und das Herz öffnet. Wir leben dann mit allen Sinnen unser Leben im Innen wie auch im Außen.