Beim Körperbewusstsein Mentoring geht es darum, dass du wieder ein Gefühl für deinen Körper bekommst. Das du erkennst, das Gedanken und Gefühle deinen Körper reagieren lassen. Auch die Einflüsse von außen, sei es das Wetter oder dein Umfeld, lassen deinen Körper antworten.
Warum ist es wichtig ein gutes Körperbewusstsein zu haben
Körperbewusstsein ist die Grundlage unseres Lebens.
Es beschreibt unsere Fähigkeit, unseren Körper wahrzunehmen, zu verstehen und mit ihm in Verbindung zu bleiben – über Sinne, Gefühle, Gedanken und innere Signale. Wir lernen zuerst mit dem Körper, schon im Mutterleib. Erst danach verarbeitet das Gehirn diese Erfahrungen.
Unser Körper ist:
- unsere erste Lernzentrale
- ein Barometer für Gesundheit
- die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenwelt
- Ausdruck unserer inneren Haltung nach außen
Es ist die Lernzentral vom ERSTEN Augenblick an. Wir lernen zuerst mit dem Körper – schon im Mutterleib – erst dann erfasst es unser Gehirn und wird synaptisch verknüpft.
Körperbewusstsein & Interaktion
Bevor wir sprechen können, kommunizieren wir über den Körper.
Ein gutes Körperbewusstsein ermöglicht uns, angemessen und authentisch mit Menschen, Tieren, Pflanzen und unserer Umwelt zu interagieren.
Doch je stärker wir von äußeren Einflüssen geprägt werden – Leistungsdruck, Medienkonsum, Erwartungen, Bewertungen und alte Glaubenssätze – desto mehr verlieren wir den Kontakt zu uns selbst. Mentale Überforderung ist die Folge.
Wir handeln gegen unsere Natur, statt mit ihr im Einklang zu leben.
Wir verfallen dem Rad des Leistungsdruckes, der Be-Wertung, Be-Urteilung, der Erwartungen und des Stresses
Gerlinde Gierbl
Was passiert, wenn Körperbewusstsein fehlt?
Nie zuvor saßen so viele Menschen bei Therapeuten. Nie zuvor schluckte eine Generation so viele Schlaf- und Beruhigungsmittel. Nie zuvor waren Kinder so früh ausgebrannt. Der gemeinsame Nenner? Viele von uns haben den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren.
Wenn Körper, Geist und Seele nicht mehr miteinander sprechen, zeigt sich das überall: in der inneren Leere nach einem vollen Tag vor dem Bildschirm, in dem Herzrasen, das keine medizinische Ursache hat, in dem Griff zum Handy, zum Alkohol, zum Essen – nicht aus Hunger, sondern aus Taubheit. In Kindern, die zwar digital vernetzt, aber innerlich orientierungslos sind. In Erwachsenen, die ihren eigenen Bedürfnissen so lange nicht zugehört haben, dass sie sie nicht mehr kennen.
Fehlende Körperwahrnehmung ist kein Randproblem. Sie ist eine stille Epidemie – mit lauten Folgen:
- Depressionen und emotionale Erschöpfung auf Rekordniveau
- Psychosomatische Beschwerden wie Migräne, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Krankschreibungsgründe
- Suchtverhalten als Selbstmedikation – von Social Media bis Substanzkonsum
- Eine Generation von Kindern, die Stabilität und Selbstvertrauen sucht, aber keinen inneren Anker findet
- Verlust von Selbstwert und der Fähigkeit, sich selbst zu regulieren – in einer Welt, die täglich mehr Regulierung verlangt
Wer sich nicht spürt, kann sich nicht steuern. Und wer sich nicht steuern kann, ist ausgeliefert – den Erwartungen anderer, dem nächsten Dopaminschub, der nächsten Krise, unserer Erfahrungen und zum Erkennen des Sinns unseres Lebens.
Die Kraft eines starken Körperbewusstseins
Ein ausgeprägtes Körperbewusstsein:
- stärkt Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen
- ermöglicht situationsgerechtes Handeln
- hilft, emotionale Reaktionen zu verstehen statt von ihnen überwältigt zu werden
- unterstützt präventive Gesundheit auf allen Ebenen
- lässt uns erkennen, was uns wirklich erfüllt
Wir lernen aus Erfahrungen, statt an ihnen zu zerbrechen – und gestalten unser Leben bewusst, mit allen Sinnen.
Fazit
Ein gutes Körperbewusstsein ist kein Luxus – es ist essentiell.
Es verbindet uns mit uns selbst, gibt unserem Leben Sinn und ermöglicht uns, gesund, präsent und erfüllt zu leben.
