Jeder von uns hat ganz bestimmte Gesten, unbewusste Berührungen und Verhaltensweisen die er ständig ausführt ohne sie zu bemerken.
In der Diagnostik der Elemente und Meridiane ist das ein sehr wichtiger Hinweis für mich. Daran ist schon ersichtlich wo ein Ungleichgewicht herrscht im System, bzw. wie sich die Haltung während des Gesprächs verändern. Welche Bewegungen dazu kommen oder sich beruhigen.
Mitte – Schutz und Leere zu gleich
Diese Woche war eine sehr lehrreiche, denn ich bekam einige Hinweise über meine unbewussten Berührungen. Und ja ich habe die Tendenz die Arme vor der Brust zu verschränken, wenn ich privat unterwegs bin. Egal ob ich stehe, gehe oder sitze. Ich fragte mich warum?
Es ist keine Abwehrhaltung oder Desinteresse, sondern mir wurde klar, dass ich diese Haltung seit meinen Schwangerschaften habe. Ich hatte sehr schwierige Schwangerschaften und als Mutter berührt man instinktiv den Bauch um das ungeboren Kind zu schützen, zu berühren, zu fühlen, aber auch sich selbst zu berühren. Dementsprechend hat es bei mir viel mit Schutz zu tun.
Ich ging noch weiter in mich und stellte fest: „ich halte meine Mitte“ – mein Energiezentrum. Durch meine privaten Umstrukturierungen und Herausforderungen in den letzten Jahren, ist diese Mitte – die Stabilität, Zentrierung, der Ausgleich – stark gefordert gewesen.
Meine körperlichen Beschwerden die daraus resultierten waren auch alle in diesem Bereich – Gebärmutterhalskrebs, Verdauungsschwierigkeiten, unsagbare Menstruationsschmerzen die plötzlich auftauchten.
Alles löste sich, nachdem ich meine Situation verändert hatte, das einzige das blieb ist die Schutzhaltung der Arme.
Instinktive BErührungen
Was ich schon seit Kindheitstagen mache wenn ich mich konzentriere ist, dass ich eine Haarsträhne drehe. Das Kopfhaar ist dem Wasserelement zugeordnet, dem wiederum die Konzentrationsfähigkeit. Ich berühre automatisch mein Wasserelement um die Konzentration aufrecht zu halten und zu stimulieren.
Ich habe Klienten die berühren eine ganz bestimmte Stelle am Kopf, wenn wir in der Reflektionsarbeit sind. Es kann das Erd-, Feuer- oder Holzelement sein. Je nachdem ob es mehr um Annahme, Klarheit oder Wachstum geht.
Ein wichtiges diagnostische Werkzeug ist, die Menschen auf die Stelle zeigen zu lassen die schmerzt, die sich bemerkbar macht. Sie greifen ganz instinktiv dort hin. Nicht selten ist es eine völlig andere Stelle die sie berühren, als die, die sie vorher erwähnt haben. Für mich ein kostbarer Indikator welcher Meridian wirklich im Ungleichgewicht ist.
Je bewusster wir uns über diese Berührungen sind, desto besser können wir erkennen wo wir mehr Energie brauchen oder was uns beschäftigt. Manche Gesten wirken im Außen auch beängstigend, abwehrend oder vielleicht sogar aggressiv. Unser Gegenüber reagiert darauf. Wenn wir aber darum wissen, können wir es erklären und viele Ungereimtheiten oder Diskussionen können vermieden werden.
